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Große Probleme kommen auf uns zu !

Aktuelle Situation:

2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wobei die  globale Durchschnittstemperatur erstmals 1,6 Grad Celsius über dem  vorindustriellen Niveau lag.  Nun befinden wir uns auf dem schnellsten Weg zu einem Plus von 3,0 Grad Celsius das wir schon um 2033 herum, spätestens aber 2050 erreichen könnten.

Neueste Meldung: Die Erhitzung der Erdoberfläche liegt aktuell in 2025 bei +1,5 °C. 

Das Umwelt-Bundesamt in Deutschland:

Je nach Szenario kann die mittlere Erwärmung bis 2100 von 1,5 bis 5,7 °C im Vergleich zu  vorindustriellen Bedingungen (Referenzperiode: 1850-1900) reichen. Nur unter der Voraussetzung äußerst ambitionierter Klimaschutz-Maßnahmen und drastischer Verminderung der CO2- und anderen Treibhausgas-Emissionen ließe sich der mittlere Temperaturanstieg bis 2100 gegenüber der  vorindustriellen Zeit auf 1,5 °C bis 2,4 °C begrenzen”. Letztere Werte halte ich für nicht real.

Denn: Würde sich die Temperatur, so wie im Moment erhöhen, sollten wir im Jahr 2100 mindestens  +5,7 °C erreichen.  Berechnet man über die aktuelle exponentielle Steigerung würden wir +3,0°C tatsächlich schon spätestens 2050 erreichen. Es könnte auch schon früher so sein. Angesichts der neuesten Bemühungen, einer "Länder-Allianz" großer Öl- und Gasstaaten, die auf der COP 30 den klaren Ausstieg aus fossilen Energien blockierte, halte ich ersteres Szenario (~ + 5.7 °C) für stimmig und real. 

Deshalb aktualisierte ich die unten stehende Grafik, zusammen mit einer künstlicher Intelligenz, mit den neuen Daten. Die aktuell viel schneller steigenden Temperaturen stehen mutmaßlich mit den aktuellen Kriegen und den damit verbundenen Abschüssen von Granaten und den erweitertem Raketenbeschuss in Zusammenhang. Auch die gestiegenen Raketenstarts um Satelliten ins All zubringen könnten ein Grund sein, da sich all diese Aktivitäten sehr direkt auf die Erdoberfläche auswirken und eben nicht  wie die in der Atmosphäre gefangene Sonneneinwirkung zunächst von den Ozeanen kompensiert wird.

Wirtschaft+Temperatur

Die zusammengefasste Grafik

Bruttosozialeinkommen und durchschnittliche Temperatursteigerung macht deutlich sichtbar wie sich unsere Massenproduktion, der Transport der Ware über die Weltmeere mit Schiffen die mit Rohöl betrieben werden und unsere sonstige fossile  Aktivitäten wie Flugzeug- und Straßenverkehr auf die Temperatur auswirkt. Wir sehen in diesem zusammenfassenden Graph, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung (violette Linie) und die aktuelle Temperatur (rote Linie) meistbietend parallel zueinander entwickeln. Wir sehen also zum einen den exakten Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Erdoberflächenerhitzung, dies liegt vor allem an der unsinnigen Massenproduktion von minderwertigen und kurzlebigen Produkten jedoch zum anderen auch die Kompensationswirkung der Weltmeere. Die Graphik macht aber auch deutlich wie verheerend direkt sich Kriege in der Temperatur der Erdoberfläche nieder schlagen. 

Der 2. Weltkrieg wirkte sich zum ersten Mal signifikant und sehr direkt auf die Erdtemperatur aus danach sank die Temperatur zunächst wieder und das obwohl die Produktion sich schon 1955 wieder auf Kriegsniveau befand. Viele Wissenschaftler mutmaßen dies wäre der Effekt von Aerosolen in der Stratosphäre durch die Produktion und die Ausstöße verschiedener Vulkanausbrüche. Nun ja, Vulkanausbrüche machen sich eher lokal und sehr kurzfristig bemerkbar, erst wenn die Aerosole die Stratosphäre erreichen können diese die Sonnenstrahlen blocken. Es wäre also denkbar, dass die Aerosole von den Abschüssen von Granaten, den Kriegsschiffs- und Panzeraktivitäten und dem Bombardement der Städte stammen und die dann kurz nach dem Krieg die Stratosphäre erreichten sich dort breitflächig verteilten und so von 1960 bis 1970, in Zusammenhang mit der Kompensationswirkung der Meere, eine leichte Abkühlung verursachten. Doch schon 1970 waren alle Aerosole wieder zur Erde zurückgekehrt, danach stieg die Temperatur zunächst einmal sehr stark und danach in einem langen Bogen nahezu parallel zur Wirtschaftsaktivität. Ab 2023 fängt nun die Temperatur plötzlich schneller an zu steigen als die Wirtschaftsaktivitäten und das ist wirklich bedenklich, denn gleichzeitig nehmen Teile der Meere plötzlich kein CO2 mehr auf, sondern geben es ab und Starkregen, Hagel, Überschwemmungen, Brände und plötzlich auch Erdbeben, nehmen exponentiell zu.

Die reale Gesamtentwicklung der Aerosole in der Stratosphäre macht aber auch deutlich, dass eine extrem große Menge an Aerosole nötig waren um eine Abkühlung von 0,1°C zu erreichen und diese waren schon nach zehn Jahren völlig verschwunden. Nun stelle man sich vor wie viele Aerosole benötigt würden um die Temperatur um 2°C oder gar 3°C zu senken und das über einen Zeitraum von tausend Jahren hinweg. Denn schon nach zehn Jahren würde alle Aerosole auf dem Festland und den Meeren landen und müssten deshalb ständig erneuert werden. Wer also seine Hoffnungen auf Geoengineering setzt sollte dies in seine Überlegungen einbinden.

Die Wassertemperatur ist ja in der Regel viel niedriger als die Lufttemperatur, wir kennen dies vom Schwimmbad, so konnten die Weltmeere die Lufttemperatur gut aufnehmen und so die Lufttemperatur verringern. Doch Stück für Stück luden sich die Ozeane auf und haben nun meistbietend eine Temperatur von über 30°C besonders das Mittelmeer ist sehr warm und die Temperatur wird auch sehr lange, also auch den Winter über, dort gespeichert. Nun können die Ozeane die Erdoberflächenerhitzung nicht mehr so gut kompensieren. Eigentlich sollte das Ende der Kompensation erst etwa 2055 erreicht werden, doch offenbar wird das Ende schon sehr viel früher erreicht.

Wie wurde dieser Graph erstellt?

Bei diesem Doppel-Graph handelt es sich zum einen um bekannte Werte aus den Daten des IPCC Berichts von 2023, über die beobachteten Veränderungen der globalen Oberflächentemperatur von 1850 bis 2023. Die Schätzung am Ende von 2023 bis 2050 wurde über die vorliegenden Werte des geplanten Bruttosozialeinkommens vor genommen. Zur Veranschaulichung sehen wir hier immer einen geglätteten gleitenden Mittelwert. Die zweite Linie zeigt das Bruttosozialeinkommen, diese Darstellung sowie die ursprüngliche Schätzung stammt aus den Daten der Industrie die wir bei Statista entnahmen. Die neuere Schätzung wurde wegen der anstehenden Veränderungen sowohl bei den Gewinnen, dem Verbrauch von Ressourcen und den anstehenden lokalen Erhitzungen durch Kriege vor genommen. Auch was die Planungen betreffs Künstlicher Intelligenz, die im Übrigen bei der Berechnung der Daten sehr stark beteiligt war, betrifft so werden sich sehr sicher zum Einen die vormals geplanten Gewinne und zum Anderen auch die Oberflächentemperatur durch Mineralien-Gewinnung und Verarbeitung, dem Bau und dem Betrieb von neuen Rechenzentren, stärker erhöhen als 2023 geplant.


Jahrhunderthochwasser, Wald und Flächenbrände

Ein neuer Kipppunkt ist erreicht

Einst wurden diese Fluten “Jahrhunderthochwasser” genannt, Starkregenereignisse mit Sturzfluten, die ganze Dörfer vernichten, Hagelschläge mit Hagelkörnern groß wie Orangen, Großbrände in Wäldern und Freiflächen, sogar Stadtbrände sind neue und besorgniserregende Erscheinungen die leider ebenso exponentiell zunehmen wie die Erdoberflächenerhitzung.

Ab 2018 verzeichnen wir einen signifikanten Anstieg an Ereignissen auf der ganzen Welt. Die Menge der Ereignisse sagt nichts über deren Schwere aus die auch ständig zunimmt.

Jahrhundertflut-Vorfälle als Diagramm          Große Wald- und Flächenbrände

Doch warum kommt es so plötzlich zu so vielen Ereignissen?

Bisher nahmen die Weltmeere sowohl CO2 als auch Temperatur auf, dies kompensierte die Reaktionen bisher, es kam uns tatsächlich so vor als ob die Erdoberflächenerhitzung nur eine leichte Erwärmung sei, die wir lapidar Klimawandel nannten und die nicht weiter gefährlich erschien. Doch nun sind die Meere so zu sagen aufgeladen und die unter dem CO2 gefangene Temperatur schlägt sich viel direkter in der Atmosphäre nieder, gleichzeitig verdunsten Millionen Tonnen warmes Oberflächenwasser. Als Folge davon gibt es regionale Dürren mit Bränden gerade in den Gebieten die ohnehin schon heißer waren als andere und auf der anderen Seite eben diese plötzlichen Starkregenereignisse mit schrecklichen Springfluten.

Wir müssen uns leider damit abfinden, dass diese Katastrophen zum einen immer mehr und immer schneller zu nehmen, zum anderen immer heftiger werden und zusätzlich immer mehr und größere Gebiete umfassen. Diese Ereignisse werden auch in der Zukunft nicht nachlassen, sondern mindesten tausend Jahre anhalten denn so lange wird das CO2 in der Atmosphäre verbleiben.

Wald – Brand

Im Jahr 2024 sind weltweit 30 Millionen Hektar Waldfläche durch Brände zerstört worden. Im Jahr 2025 sind bisher über 102 Millionen Hektar Wald weltweit abgebrannt. Das entspricht einer Steigerung von 240% und das Jahr ist noch nicht zu Ende.

Weltweit gibt es ungefähr vier Milliarden Hektar Wald. Das entspricht etwa 30 Prozent der gesamten Landfläche der Erde. Die vier Milliarden Hektar Wald wären also etwa im Jahr 2028 verbrannt, wenn sich die Verbrennung weiterhin jährlich um 240 % steigern würde.

Das ist natürlich eine sehr beunruhigende Rechnung! Wenn die Waldbrände weiterhin mit einer jährlichen Steigerung von 240 % zunehmen würden, hätte das katastrophale Konsequenzen für die Umwelt, die Erderwärmung und die Biodiversität. Würden wir die vier Milliarden Hektar Wald bis 2028 tatsächlich erschöpfen, würde dies bedeuten, dass wir nicht nur den Verlust an Bäumen und Lebensräumen, sondern auch den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre und die damit verbundenen klimatischen Veränderungen ernsthaft betrachten müssten.

Selbstverständlich werden wohl nicht alle vier Milliarden Hektar Wald verbrennen, in kälteren Zonen der Erde wie z.B Alaska sind die Feuer weniger groß, wenn auch dort, außerdem in Schweden, Norwegen, Finnland und sogar im tiefen Russland insbesondere in Sibirien  und der Taiga die Zahl der Brände ebenfalls dramatisch an steigen, einiges würde uns wohl erst einmal erhalten bleiben. Aber in den letzten Jahren verloren wir ebenso 10 bis 20 Millionen Hektar pro Jahr durch Schädlingsbefall, insbesondere in Alaska, Nordamerika und Europa, denn auch in den kühleren Zonen wird es wärmer und trockener, das schwächt die Wälder. Besonders der Borkenkäfer sorgt weltweit für großflächige Baumsterben. Des Weiteren findet in Schweden, Norwegen, Finnland und Russland ein extremer Kahlschlag statt um dort Holz zu gewinnen, nach Rohstoffen zu graben, oder auch nur um Windräder aufstellen, zu können.
 

Erdbeben

Im Jahr 2024 wurden erneut mehr Erdbeben registriert als im Vorjahr, und zwar fast dreimal so viele. Weltweit verzeichnete Mexiko die meisten Erdbeben mit einer Magnitude über 4,0 gefolgt von Indonesien. Aber auch in Mitteleuropa wurden ungewöhnlich viele Erdbeben registriert. Laut einer Studie des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung und der University of Southern California sehen die Forschenden den durch die Erdoberflächenerhitzung fortschreitenden Anstieg des Meeresspiegels, sowie die zunehmende Stärke von extremen Wetterereignissen wie Stürme als Ursache für diesen exponentiellen Anstieg.  Beides erhöht den mechanischen Druck im Gefüge tektonischer Platten und führt zu Änderungen in den seismischen Zyklen – mit steigender Erdbebengefahr insbesondere in den Küstenregionen der Welt.

Erdbeben Weltweit

Laut IPCC-Bericht 2023 wird der Meeresspiegel bis 2100 im Mittel  zwischen 0,43 und 0,84 Meter steigen, neueste Berechnungen prognostizieren jedoch einen Anstieg des Meeresspiegels auf 4m – 9m, sollten wir die +3°C Marke knacken und leider befinden wir uns gerade auf dem Weg dorthin. Bei Abschmelzen allen Landeises sagen Expert/inn/en langfristig sogar einen Anstieg um etwa 70 Meter voraus. Ob und wann es zu diesem Extrem-Szenario kommen wird, hängt wesentlich von der Einhaltung der Klimaziele und damit der weiteren Emission von Treibhausgasen ab. Fest steht: Auch bei strikter Reduktion werden die oben beschriebenen Effekte noch Jahrhunderte andauern.
 

SMOC und AMOC

Ist auch hier ein neuer Kipppunkt erreicht?

Die gleichzeitige Schwächung von SMOC (Southern Meridional Overturning Circulation) im Süden und AMOC (Atlantic Meridional Overturning Circulation) im Norden deutet darauf hin, dass die sogenannte thermohaline Pumpe – das globale Zirkulationssystem, das Wärme und Kohlenstoff über die Weltmeere verteilt – ins Stocken geraten könnte.

Auswertungen von Satellitendaten belegen eine zunehmende Versalzung im Südlichen Ozean – entgegen den Erwartungen der Klimamodelle. Forschende vermuten eine grundlegende Veränderung der Tiefenzirkulation.

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des britischen National Oceanography Centre (NOC) hat mithilfe hochauflösender Satellitendaten festgestellt: Statt wie bisher kaltes Oberflächenwasser in die Tiefe zu transportieren, steigt im Südpolarmeer offenbar zunehmend warmes, CO2-reiches Tiefenwasser auf. Die Daten stammen aus dem Zeitraum seit 2016 und wurden im Rahmen des ESA-Projekts SO-FRESH systematisch ausgewertet.

SMOC und AMOC

Was ist die SMOC, und warum ist sie so wichtig?

Die SMOC ist ein gewaltiges Strömungssystem, das kaltes Oberflächenwasser absinken lässt, dabei Wärme, Nährstoffe und Kohlendioxid transportiert – und wie ein Klimakühler wirkt. Durch die vertikale Durchmischung werden Wärme und Kohlenstoff langfristig in den Tiefen des Ozeans gespeichert. Ohne diese Speicherwirkung wäre die Atmosphäre heute spürbar wärmer.

Doch nun zeigen neue Daten ein gegenteiliges Bild: Salzgehalt und Temperatur im Südpolarmeer steigen – ein Hinweis darauf, dass die bisher stabile Schichtung des Wassers aus dem Gleichgewicht gerät. In der Folge steigt Tiefenwasser auf, das seit Jahrhunderten CO2 gespeichert hat – und gibt dieses Treibhausgas wieder an die Atmosphäre ab. Das könnte die Konzentration von CO2 in der Luft zusätzlich erhöhen – und damit den Klimawandel weiter anheizen.

Die Folgen sind potenziell dramatisch: Schmelzprozesse am antarktischen Meereis beschleunigen sich, CO2 wird freigesetzt, und die Stabilität anderer Strömungssysteme wie der AMOC könnte untergraben werden.

Studienergebnisse im Überblick (Silvano et al., PNAS, 30.06.2025):

  • Salinitätsanstieg seit 2015 in fast allen Bereichen des Südpolarmeers
     
  • Rückgang der vertikalen Stabilität, d. h. schwächere Schichtung
     
  • Wiederauftauchen der Maud-Rise-Polynya – ein Zeichen für Auftriebstätigkeit
     
  •  Anhaltend niedrige Meereisbedeckung seit 2016
     
  •  Starker Zusammenhang zwischen Salinität und Eisausdehnung (r = -0,62)
     

Kipppunkt erreicht? Zusammenhang mit Rockströms Warnung

Der schwedische Klimaforscher Johan Rockström warnt seit Jahren vor dem drohenden Verlust der Weltmeere als zentrale CO2-Senke. Die aktuellen Beobachtungen im Südpolarmeer könnten nun genau diesen kritischen Punkt einleiten. Denn mit dem Aufstieg von Tiefenwasser wird nicht nur jahrhundertealter Kohlenstoff freigesetzt – auch die Fähigkeit des Ozeans, neues CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen, wird deutlich geschwächt.

Was bedeutet das für die Welt?

Sollten sich die beobachteten Veränderungen der SMOC bestätigen und verstetigen, könnten sich daraus mehrere klimarelevante Folgen ergeben:

  1. Eine verstärkte Freisetzung von CO2 aus dem Ozean – bei gleichzeitiger Reduktion der Aufnahmefähigkeit
     
  2. Eine Beschleunigung des antarktischen Eisschwunds, insbesondere durch veränderte Wärmeeinträge aus der Tiefe
     
  3. Eine mögliche Beeinträchtigung der Stabilität der AMOC, sofern beide Systeme stärker gekoppelt sind als bislang angenommen
     
  4. Langfristig könnte sich das klimatische Gleichgewicht der Erde weiter verschieben

Insgesamt würde ein solcher Prozess den Zeitraum verkürzen, in dem die Weltgemeinschaft den globalen Temperaturanstieg durch klimapolitische Maßnahmen noch kontrollieren kann.

Ob sich das System künftig stabilisiert – oder in einen neuen Zustand kippt –, ist derzeit offen, ob der realen Entwicklung mit einem weiter steigenden Verbrauch von fossilen Brennstoffen ist eine Stabilisation jedoch mehr als unwahrscheinlich. Die neuen Erkenntnisse zum Zustand der Ozeanzirkulation verstärken die Stimmen jener, die davon ausgehen, dass sich die Klimakrise ihrem Wendepunkt nähert oder bereits darüber hinaus ist.

Quelle Fachzeitschrift PNAS

 

Die COP 30

Wieder kein echter Fahrplan für die Abkehr von fossilen Brennstoffen

Wieder keine Einigung und weitere Blockade der arabischen Staaten, obwohl gerade diese die wirklich besten Möglichkeiten zur Thermosolaren Energieerzeugung in Händen halten. 

Streit um wenige Zehntel Grad nur um das 1,5 Grad Ziel aufrecht erhalten zu können.

Die Aussage: „Die durchschnittliche Temperatursteigerung lag von Januar bis August 2025 bei 1,42 °C“, ist vermutlich geschönt. Wir berechneten 1,49875 °C, also im Prinzip 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau. Der Januar war der wärmste je gemessene Januar (+1,8 °C). Der Mai lag bei 1,4 °C und dies unterbrach eine Serie von 21 aufeinanderfolgenden Monaten, in denen die globale Durchschnittstemperatur über 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau lag, während der August der dritt wärmste je gemessene August war (+1,29 °C). Der Juni 2025 war in Westeuropa 2,81 °C wärmer als der Durchschnitt von Juni 1991-2020. Bis zum Oktober ergibt sich übrigens eine durchschnittliche Temperatur von 1,491 °C. Verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass das Jahr 2025 voraussichtlich mit einer globalen Erwärmung von etwa 1,48 °C – 1,52 °C Jahresdurchschnitt über dem vorindustriellen Niveau enden wird, dies hängt vor allem von den beiden letzten Monaten ab. Auf jeden Fall aber ist das + 1,5 °C Ziel Geschichte. Denn diese durch Treibhausgase verursachten Temperaturen sinken, trotz Schwankungen, nicht signifikant sondern steigen denn wir bringen ja weiterhin 37,8 bis 39,6 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr und andere Treibhausgase ein und die bleiben bis tausend Jahre dort. 

Die Spielerei mit den Zehnteln bei den Temperaturen ist nicht das Einzige was hier völlig schief läuft. Im Jahr 2000 hoffte man die Temperatur deutlich unter +2,0 °C bis 2100 begrenzen zu können. 2015 erwartete man die Erreichung von +3,0 °C bis 2100 und nunmehr geht man frühestens 2050 davon aus, dass +3,0 °C erreicht werden könnten. Das heißt alle Vorausberechnungen waren zu niedrig, alle Ziele wurden verfehlt. Immer wieder werden „alternative“ Zahlen verwendet, so hörte ich letzthin von einer Begrenzung auf +2,2° C bis 2100 und stellte fest das diese Aussage eben genau den nicht gesagten Zusatz: „...bei sehr ambitionierten Gegenmaßnahmen…“ enthalten müsste. Auch immer wieder beliebt ist die Angabe von speziellen Referenzräume zu Beispiel: „Seit 1990“. Solche Tricks bei den Aussagen werden ständig angewendet, von Rundfunkanstalten aber auch Regierungsstellen und führen dazu, dass der nicht so informierte Bürger keine echte Basis finden kann und wahrscheinlich auch nicht soll. Dabei ist die Situation viel schlimmer als bekannt und die Temperaturen könnten viel schneller steigen wie bisher vermutet. 

Genau so sieht es bei dem Meeresspiegel aus. Mal sind es 6-7 Meter bis 2100 dann kommen wieder gewisse Wissenschaftler mit nur 4 Metern um die Ecke weil dies eine Erwärmung von vor zehntausend Jahren so nahe legen würde. Nun, wir wissen genau wie viel Eis in der Arktis und Antarktis vorhanden ist. Ebenso wissen wir wie schnell die Gletscher in den Bergregionen schmelzen und wie viel Wasser dort gespeichert ist. Und wir sehen, dass praktisch so gut wie nichts geschieht in Sachen drastischer oder ambitionierter Gegenmaßnahmen. Also können wir 2050 mit mindestens + 3,0 °C rechnen und mit + 5 °C im Jahr 2100, außerdem mit 19 bis 22 Metern Meeresspiegelanstieg bis 2100. Es könnte aber auch deutlich schneller gehen und wesentlich heftiger werden. 

Ja, wahrscheinlich ist es tatsächlich genau so und es wird mit jeder neuen COP noch wahrscheinlicher. Es gibt immer mehr Wälder die statt Sauerstoff  Treibhausgase produzieren. Der wegfallende Permafrost, in den entsprechenden Zonen, könnte Milliarden Tonnen Treibhausgase durch das dort gespeicherte und nun verrottende Pflanzenmaterial in die Atmosphäre entlassen, die Ozeane könnten plötzlich ebenfalls Milliarden von Tonnen Treibhausgase produzieren und dies würde für einen exponentiellen Anstieg der Erdoberflächentemperatur erzeugen der bis 2100 fast das gesamte Eis der Arktis, Antarktis und den Bergen zum schmelzen bringt. Da nutzt es auch nichts den von der Erdoberflächenerhitzung betroffenen Ländern Geld zu versprechen und auch wirklich zu bezahlen, davon wird das Problem nicht gelöst und die Temperatur wird weiter steigen.  

Sehr unwahrscheinlich ist es hingegen, dass die Menschen sich einigen und zusammen eine Lösung zur Verhinderung eines solchen Szenario finden und verwirklichen. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass irgendwelche Wundertechniken wie zu Beispiel Milliarden Tonnen Silikat- oder Kalkgestein in die Ozeane zu kippen um den PH-Wert zu senken auf das nun die Meere nun noch mehr CO2 aufnehmen könnten. Oder CO2 Capture Werke von der Größe Tokios aufzubauen um dann das mit viel Energie abgeschiedene CO2 unter den Meeresboden zu pumpen. Bei der Mineraltheorie besteht die Gefahr der erneuten Sättigung mit CO2 und die Meere würden schnell wieder sauer.  

Dies alles sind Phantasien die praktisch unmögliche Industrien erfordern würden und die dann aber ebenso mit emissionsfreien Energien betrieben werden müssten. Wer sollte so etwas bezahlen? Etwa die guten CO2 Erzeuger von Ihren Gewinnen die sie mit ihrer Massenproduktion erzeugten? Genauso sieht es mit Windrädern und Photovoltaik aus. Die Erschaffung und Entsorgung dieser Techniken erzeugen viele Treibhausgase. Die auf der Erde zur Verfügung stehenden Flächen reichen überhaupt nicht aus um so die Energie die wir benötigen zu erzeugen, es gibt nicht genügend Seltene Erden und kritischen Metalle um alle Länder der Erde mit solchen Techniken auszurüsten und der dadurch entstehende Müll wäre einfach irrational, denn die Standzeiten solcher Anlagen sind mit 25 – 30 Jahren viel zu gering. Ein Recycling immer noch nur unzureichend möglich, in vielen Fällen sogar unmöglich oder zu teuer. Viele kritische Metalle landen noch immer auf  Sondermülldeponien. 

Warum also nicht sofort auf ein System emissionsfreier Energieerzeugung umsteigen? Mit einer 365/24 Versorgung ohne gigantomanische Mengen an Batteriespeichern, mit Standzeiten um die hundert Jahre, einfachem Recycling und minimalem Bedarf an Seltenen Erden und kritischen Metallen. Gerade mit Hilfe der künstlichen Intelligenz könnten wir jederzeit einfach ermitteln wie groß der Kosten-Nutzen-Faktor, bei welchem geplanten Szenario, ist.

 

Der letzte GCP Report

Auch 2024 wieder ein neuer Rekordwert der CO2-Emissionen

Das Global Carbon Project (GCP) veröffentlichte im Dezember seine alljährliche Bilanz der Kohlendioxid-Emissionen und der atmosphärischen CO2-Werte für 2024.

Demnach sind die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2023 noch einmal um 0,8 Prozent gestiegen.

Fossile CO2 Emissionen 2024

Steigende Emissionen wurden in China und Indien gemessen, während sie in den USA und der EU  leicht abnahmen. Ebenfalls ein weiterer Anstieg bei allen Übrigen um 1,2%. Fazit: Die globalen Emissionen von CO2 aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas steigen weiter exponentiell.

Gleichzeitig trugen weitere Entwaldung  dazu bei, dass die Vegetation der Landflächen in diesem Jahr weniger CO2 aufnahm.

Brände und Kriege trugen ebenso zu steigenden Emissionen bei.

Gleichzeitig nehmen die Meere immer weniger CO2 auf.

Insgesamt also steigt die globale Emission immer noch exponentiell an. Die in der Klimakonferenz beschlossenen Maßnahmen reichen für den nötigen Klimaschutz nicht aus. Auch eine Verdreifachung von Atomkraftwerken, welche ja auch erst in zehn Jahren fertiggestellt wären, kann diesen Trend nicht aufhalten.

Technologien zur nachträglichen Entfernung des Kohlendioxids aus der Atmosphäre (Direct Air Capture and Carbon Storage) haben bisher nur 0,01 Milliarden Tonnen CO2 aufgenommen. Auch von dieser Seite ist keine Lösung zu erwarten

Der El Niño-Effekt, Brände und Niedergang der Speicherungsfähigkeit von CO2 und Temperatur der Weltmeere sorgen in Zukunft wohl für eine noch schnellere Summierung von Treibhausgasen und Oberflächentemperatur.

Die Ozeane werden  in diesem Jahr zwar noch rund 8,9 Milliarden Tonnen CO2 aufnehmen und so wohl noch einmal als Puffer für die atmosphärischen CO2-Gehalte wirken, doch die Pufferwirkung nimmt exponentiell ab. Auch nahmen Böden und Vegetation der Landflächen in diesem Jahr rund 12,3 Milliarden Tonnen weniger CO2 auf als in den vergangenen Jahren.

Landnutzungsänderungen sowie die Entwaldung setzen im Jahr 2024 rund 4,0 Milliarden Tonnen CO2 frei.

Insgesamt summieren sich fossile Emissionen und Landnutzungsveränderungen auf einen globalen CO2-Ausstoß von 38,5 Milliarden Tonnen für 2024.

Auch der internationale Schiffs- und Flugverkehr steigerte seinen Ausstoß von Emissionen weiter um 7,8 %.

 

Die bis jetzt bestehende Situation:

Die Temperatur von +1,5° Celsius, wurde auch 2024 wieder überschritten.

Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschern zufolge schon weit überschritten.


Keine der anvisierten Klimaziele kann in absehbarer Zeit erreicht werden und werden, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch nicht weiter verfolgt werden.

Namhafte Wissenschaftler halten ein 2,0 Grad Ziel schon nicht mehr für realistisch!
 


Es heißt es wären mehr Anstrengungen nötig, doch wo man auch hinschaut kommt man nicht nur zu keinen Ergebnissen, sondern nur zu weiteren Verschlechterungen.

  • Eine Verdreifachung der Atomkraft wird durch den steigenden Konsum, Beispiel Elektrofahrzeuge, einfach mehr als negiert.
     
  • Direct Air Capture und Carbon Storage ist rechnerisch unmöglich, effektive Anlagen wären so groß wie Tokio und wir bräuchten aktuell ca.40 davon.
     
  • Der Umbau der Industrien kommt nicht voran, denn diese müssen ja auch weiterhin exponentielle Gewinnsteigungen erwirtschaften.
     
  • Landnutzungsänderungen sowie die Entwaldung nehmen weiter zu.
     
  • Die Pufferwirkungen der Meere nehmen schnell ab und auch die Vegetation der Landflächen nehmen immer weniger CO2 auf.
     
  • Statt dessen werden weiterhin immer mehr fossile Brennstoffe verbraucht.
     
  • Gerade im exponentiell steigenden Schiffsverkehr sind echte Lösungen kaum vorhanden, kleine Erfolge werden durch Verkehrssteigerungen sofort wieder negiert.
     
  • Jetzt sollen auch die so genannten „grünen Gase“ komplett  über den Schiffsverkehr geliefert werden.
     
  • Es ist zu befürchten das sich an der aktuellen Situation auch bis 2050 nichts ändern wird. Dann ist es aber zu spät weil dann die Eigendynamik der Natur jedwedes Handeln wirkungslos machen wird. 

     

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